Uwe Reisenauer – Play Logo

Beim Spielen können wir stark sein!

Ein Schüler einer 6. Klasse
in einer Förderschule nach dem Spielen

Spiel Libanon 10

Nach einigen Spiel-Runden mit mal mehr mal weniger Kindern einer 3. Klasse in Stockholm, hatte ich nun alle Kinder zum Spielen auf die Matten eingeladen. Und mitten im Getümmel liegt ein Junge auf dem Rücken, schaut nach oben und sagt plötzlich: „Ich bin im Himmel! So muß es sich im Himmel anfühlen.“

Wie wunderbar dieser Junge die Situation erkannt und ausgedrückt hat. Die Kunst der Berührung, wenn ich mich in Gegenwart anderer sicher und geliebt fühle, weckt in uns eine Erinnerung und ein Versprechen: Wir können uns in dieser Welt zu Hause fühlen. 

In allen alten spirituellen Traditionen gibt es Hinweise auf die transformierende Macht einer annehmenden Grundhaltung, eines freundlichen und mitfühlenden Handelns in der Welt.

Die Dämonen, die den tibetischen Heiligen in seiner Höhle ängstigen und bei der Meditation stören, hören erst auf damit, als er sie einlädt, es sich bequem zu machen und sich wie zuhause zu fühlen.

Auch Jesus rät uns, die rechte Wange hinzuhalten, wenn man uns auf die linke Wange schlägt, und er erklärt: „Wenn ihr das Himmelreich nicht annehmt wie die Kinder, dann werdet ihr es nicht erlangen.“

So wie Eltern ihr Neugeborenes zärtlich in den Armen wiegen und an die Vertrautheit und Wärme der Gebärmutter anknüpfen. So bietet das Spiel auf der Matte eine Hoffnung und die konkrete Möglichkeit, einen Moment den Himmel auf Erden zu erfahren. Wir haben es buchstäblich in der Hand, in welcher Welt wir leben.