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Die Kunst der Berührung
weckt in uns eine Erinnerung und ein Versprechen:
Wir können uns in dieser Welt zu Hause fühlen.

Uwe Reisenauer

Spiel mit Herz

Als Alice im Wunderland das Einhorn trifft, kann Sie kaum glauben, was sie sieht. Doch auch das Einhorn ist irritiert. Es hat Menschen immer für Fabelwesen gehalten. Da sie sich nun aber gegenseitig gesehen und gehört haben, beschließen sie: Wenn Du an mich glaubst, glaub ich auch an Dich!

Spiel fordert uns auf zu sehen, was wir vielleicht noch nie gesehen haben. Dabei kann es vielerlei sein: ein spiritueller Weg, ein wissenschaftliches Projekt, eine Begegnung mit Gott und der Welt, eine erschütternde Einsicht oder große Verwirrung, eine Berührung von Herz zu Herz, ein neuro-physiologischer Status des Gehirns, die Abwesenheit von Angst, oder ein Moment der Liebe, so groß, dass es kein Außerhalb gibt.

Und "Spiel" ist definitiv nicht, wofür der Begriff im Alltag oft verwendet wird: nutzloser Zeitvertreib, sinnloses Phantasieren, sportlicher Wettkampf, Brettspiel, Rollenspiel, spielerische Ablenkung, Krieg auf dem PC-Bildschirm.

Meine persönliche Erfahrung als Spielgefährte sagt mir: Wenn ich die Welt genauer kennenlernen will, muß ich meine Scheuklappen ablegen und neue Erfahrungen einladen. Ein Spielgefährte ist jemand, der seine Schutzpanzer ablegt, um sich von der Welt und anderen Wesen berühren zu lassen.

Dann stelle ich manchmal fest, dass meine bisherige Sicht der Welt ein wenig zu eng war. Ich kann meinen Blick weiten, alte Erfahrungen neu bewerten, und dann ist die Welt noch ein wenig spannender und vielfältiger für mich geworden.